Upwind 360

Beschleunige, löse die Schlaufen und beginne, kräftig gegen den Wind zu drehen. Beuge die Knie, um den Schwerpunkt zu senken, und lehne dich nach hinten und nach außen, um Druck auf die „Luv-Kante“ auszuüben – diese ist folglich die Innenkante der gesamten 360°-Drehung. Halte beide Füße in den Fußschlaufen. Kippe das Rigg nach hinten und ziehe die Schot an, bis die Nase direkt in den Wind zeigt.

Tipp: Der Kopf gibt die Richtung vor. Schau über deine „ursprünglich windseitige“ Schulter hinweg in die Richtung, in die das Board drehen soll.

Übe weiterhin Druck auf die Luv-/Innenseite der Schiene aus, um die Wende fortzusetzen. Im Windauge neige das Rigg nach vorne und lass das Segel zurückwehen. Verlege dazu dein Körpergewicht über das Segel, strecke den Mastarm aus und drücke sanft mit deiner gebeugten hinteren Hand, um den Druck zu kontrollieren. Je weiter hinten auf dem Gabelbaum sich deine hintere Hand befindet, desto leichter lässt sich der Druck des zurückgewogenen Segels kontrollieren.

Sobald die Nase aus dem Windaugenpunkt herausdreht, verlagere dein Gewicht vorsichtig auf den hinteren Fuß, um mehr Auftrieb zu erzeugen und das Foil in der Luft zu halten.

Sobald 3/4 der 360°-Drehung geschafft sind, fange an, das Segel zu fieren, damit der Wind von der „rechten Seite“ des Segels einströmen kann. Um den Segeldruck zu kontrollieren, beuge deinen vorderen Arm und strecke den hinteren aus! Passe dein Körpergewicht entsprechend an – tief und auf der Innenseite der Kurve. Mach dich dann bereit, wieder geradeaus weiterzufahren.

Nimm volle Geschwindigkeit auf, hake dich aus und beginne, stark anzuluven. Beuge dazu die Knie, um den Körperschwerpunkt nach unten und über die Luvkante zu verlagern. (Siehe Carving & Steuerung) Bleibe dabei mit beiden Füßen in den Schlaufen. Neige das Segel so lange deutlich nach hinten, bis es genau in den Wind zeigt.

TIPP: Wie bei allen Manövern gibt auch hier die Kopfsteuerung
die Richtung vor. Den Blick immer leicht in Richtung Kreismitte
zu lenken, hilft dabei, auf Kurs zu bleiben.

Halte den Druck auf der Luvkante aufrecht, um weiter auf dem Foil zu carven. Neige dabei das Segel nach vorne und schiebe die hintere Hand so weit wie möglich zum Schothorn. Halte den Mastarm gestreckt und beuge den hinteren Arm, um den Druck in der Backwind-Position kontrollieren zu können.

Fahre weiter in Vorwind-Position und verlagere dabei das Gewicht kontrolliert auf den hinteren Fuß, um mehr Auftrieb zu erzeugen und das Board in der Luft zu halten.

Der volle Kreis ist fast geschafft, nun muss nur noch das Schothorn langsam geöffnet werden, um den Wind wieder von der „richtigen Seite“ ins Segel zu lassen. Langsam Druck aufbauen und das Körpergewicht wieder auf die ausgeglichene Geradeausfahrt ausrichten.