Maciecks Ausrüstung:
„Es war die Hölle. Nach einer Stunde hat mein Nervensystem den Dienst versagt. Es gab Momente, in denen ich nicht mehr wusste, in welche Richtung ich schwimmen sollte. Das Sehvermögen und die Sinne lassen nach. Man muss sich zwingen, zu trinken und zu essen. Die Wellen kamen aus drei Richtungen. Ich bekam Krämpfe in den Händen. Es war doppelt so schwer, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich endlich das Land sah, habe ich geweint“, sagte Rutkowski, nachdem er das Ufer erreicht hatte.
Sieben Stürze, eine Robbe, Frachtschiffe und Signalausfall
Rutkowski startete um 7:00 Uhr morgens in Sandhamn in Südschweden, begleitet von zwei leistungsstarken RIB-Booten mit Rettungskräften und einem Videoteam, das die Extremreise live übertrug. Nach einem windstillen Start sah er sich mit drei Meter hohen Wellen, Windböen von fast 60 km/h und sieben Stürzen konfrontiert. Einmal tauchte eine neugierige Robbe auf, am Horizont zeichneten sich Frachtschiffe ab, und das Begleitteam meldete Signalstörungen an Bord ihres Bootes.
„Auf dem Boot war es so nass, dass das Handy von selbst Nachrichten verschickte und Aufnahmen machte … Maciek hält tapfer durch. Die rauen Bedingungen führten zu einigen Stürzen. Manchmal konnten wir das zweite RIB gar nicht sehen – es verschwand zwischen den Wellen.“ – so berichtete das Rettungsteam live von der Ostsee.